Tarifarbeit

Entgeltordnung: Keine Fortschritte erkennbar

Tarife

Gewerblich-Handwerkliche Tätigkeiten

Nachdem zunächst am 06.10. in einer weiteren Gesprächsrunde mit dem KAV Bayern eine erste gemeinsame Sichtung auch des Bezirkstarifvertrages Nr. 12 abgeschlossen werden konnte, wurde es in der 7. und 8. Runde am 24.10. und 8.11. bei den Verhandlungen mit dem KAV Bayern zur Eingruppierung der Beschäftigten in den gewerblich-handwerklichen Tätigkeiten erstmalig ungemütlich – unsere Eindrücke aus den bisherigen Gesprächen wurden massiv bestätigt. Im Ton zwar freundlich, aber in der Sache knallhart warf der KAV Bayern ver.di vor, flächendeckend die höhere Bewertung von Tätigkeiten im gewerblich-handwerklichen Bereich zu betreiben.
Hoppla – wir wären aber eine schlechte Gewerkschaft, wenn wir das nicht für unsere Mitglieder versuchen würden. Es ist doch klar: dass Lohngruppenverzeichnis wurde letztmalig 1991 verändert – in diesen letzten 26 Jahren haben sich Tätigkeiten und Anforderungen für die Arbeitnehmer im gewerblich-handwerklichen Bereich nachhaltig verändert! Das muss auch Niederschlag bei der Eingruppierung finden. Gute und qualifizierte Arbeit gibt es nicht zum Nulltarif. Vielerorts haben die Arbeitgeber Probleme, qualifiziertes Personal zu finden. Das spiegelt sich bei ihnen aber nur in einer bedauernden Rhetorik wider – und kaum in der handfesten Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
Aber auch wir wissen: die Entgeltordnung auf Bundesebene setzt Rahmen durch die Allgemeinen Tätigkeitsmerkmale – es geht darum, über Heraushebungsmerkmale höherwertige Tätigkeiten zu definieren und festzulegen.
Am 24.10. und 8.11. haben wir über die Fahrertätigkeitsmerkmale, aber auch u.a. über Tätigkeitsmerkmale in Häfen, auf Friedhöfen, Tierparks, Gärten und Parks, Schlachthöfen gesprochen.