Tarifrunde öD 2016

Bis 2018 eingefroren

Jahressonderzahlung 2017

Seit Anfang dieses Jahres ist die neue Entgeltordnung für den Bereich VKA in Kraft. Ihre materiellen Auswirkungen mit zum Teil deutlichen Verbesserungen sind zwar insbesondere im Bereich der nichthandwerklichen Tätigkeiten zu spüren, jedoch wurden auch strukturelle Verbesserungen, wie die Einführung der stufengleichen Höhergruppierung ab 01.03.2017, für die Beschäftigten im handwerklichen Bereich durchgesetzt. Dies bedeutet, dass bei Höhergruppierungen aufgrund der Übertragung einer höherwertigen Tätigkeit ab dem 01.03.2017, auch die Beschäftigten im handwerklichen Bereich durch die Einführung der neuen Entgeltordnung profitieren.

Die Arbeitgeber bestanden in den Verhandlungen darauf, dass ihre dadurch entstandenen Mehrkosten von den Beschäftigten zum Teil kompensiert werden. Es wurde daher mit der Einführung der neuen Entgeltordnung vereinbart, dass die Jahressonderzahlung für alle Beschäftigten – sowohl aus dem nichthandwerklichen als auch aus dem handwerklichen Bereich – für drei Jahre (2016 – 2018) eingefroren wird und der Bemessungssatz ab 2017 um 4 Prozentpunkte abgesenkt wird. Diese Kompensationsregelung war unvermeidlich, ansonsten wäre die Einführung der Entgeltordnung VKA auch nach über 10-jährigen Verhandlungen nicht möglich gewesen. Dabei war auch zu berücksichtigen, dass die Beschäftigten aus dem handwerklichen Bereich, die schon im Jahr 2005 bei der Einführung des TVöD beschäftigt waren, anders als die Beschäftigten aus dem nichthandwerklichen Bereich, bei der Umstellung vom BMT- G II auf den TVöD u.a. durch die Mitnahme der Bewährungsaufstiege bessergestellt wurden. Zudem hätte eine weitere Vertagung der Einführung der neuen Entgeltordnung VKA auch dazu geführt, dass die landesbezirklichen Verhandlungen über die bayerischen Lohngruppenverzeichnisse, die seit Mai 2017 laufen, noch nicht hätten aufgenommen werden können.