Tarifrunde öD 2018

Wer kann streiken, wenn es um die Forderung zur TR 2018 geht …

Tarife/ÖD

Wer kann streiken

Warnstreik Bauhof Langenzenn ver.di Warnstreik Bauhof Langenzenn

„Die Ausbildungsbedingungen der bisher nicht tariflich geregelten Ausbildungs- und Praktikumsverhältnisse sollen in Anlehnung an den TVAöD bzw. TVPöD tarifiert werden.“

Alle, die einen Vertrag mit einem an den TVöD-gebundenen Arbeitgeber abgeschlossen haben, ohne dass dieser Vertrag unter den Tarifvertrag für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes bei den Kommunen (TVöD) oder den Tarifvertrag für Auszubildende (TVAöD) fällt.

Die Beschäftigten oder Auszubildenden, die diesen Tarifverträgen, also dem TVöD, dem TVAöD, aber auch dem TVPöD unterliegen, können sich sowieso an den Aktionen und Streiks beteiligen. Die Bundestarifkommission (BTK) hat die Entgelttarifverträge aufgekündigt und neue Forderungen aufgestellt. ver.di und die Beschäftigten unterliegen nicht mehr der Friedenspflicht. Deshalb kann ver.di zum (Warn-)Streik aufrufen und die Beschäftigten dem Aufruf folgen.  

In dieser Tarifrunde hat die Bundestarifkommission (BTK) auch eine Forderung beschlossen, in der es um die Regelung von Ausbildungsverhältnissen geht, die bisher nicht durch einen Tarifvertrag geregelt werden.  

Was sind das für Ausbildungsverhältnisse und wen betrifft es?

Das sind z.B. die Erzieherpraktikantinnen und Erzieherpraktikanten. Diese haben ein Ausbildungsverhältnis zur staatlich anerkannten Erzieherin bzw. Erzieher in der Zeit des Sozialpädagogischen Seminars 1 oder 2 abgeschlossen. Zwischen einer Kommune und einer Erzieherpraktikantin existiert ein Vertrag mit gegenseitigen Rechten und Pflichten. Für dieses Ausbildungsverhältnis gilt bisher kein Tarifvertrag.

Auch diejenigen, die eine „Erzieherausbildung mit optimierten Praxisphasen“, also Studierende in Ausbildung sind, werden erfasst; diese Ausbildung wird in Bayern OptiPrax genannt und ist ein Modellversuch.

Ferner sind die Studierenden in einem dualen Studiengang bei einem an den TVöD gebundenen Arbeitgeber erfasst, weil auch diese einen entsprechenden Vertrag geschlossen haben.

Wichtig bei den von der Forderung erfassten Ausbildungsverhältnissen ist, dass diese eine arbeitsrechtliche Ausgestaltung haben.

Wenn Unklarheiten bei anderen als den genannten Ausbildungsverhältnissen existieren, bitte bei den zuständigen Gewerkschaftssekretärinnen und –sekretären in den Bezirken nachfragen!