Tarifrunde öD 2018

Warnstreiks werden fortgesetzt

Tarife/ÖD

Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Warnstreik beim Bauhof Ansbach ver.di Warnstreik beim Bauhof Ansbach

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft setzt die Warnstreiks im öffentlichen Dienst bundesweit fort und erhöht damit den Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifauseinandersetzung. Bundesweit beteiligten sich mehr als 20.000 Beschäftigte an den Arbeitskampfmaßnahmen.

ver.di-Chef Frank Bsirske: "In der Wirtschaft herrscht Festtagsstimmung, die Aktionäre reiben sich die Hände, und die Steuereinnahmen sprudeln wie noch nie. Bisher werden die Beschäftigten aber nicht angemessen beteiligt. Das muss sich ändern."
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes müssten an der guten konjunkturellen Entwicklung teilhaben, "und zwar alle", so Bsirske. "Vor allem für die unteren und mittleren Einkommen muss eine deutliche Erhöhung rauskommen. Das geht über eine rein prozentuale Anhebung nicht."

Schwerpunkt der Streiks am Mittwoch war erneut Nordrhein-Westfalen.
Dort beteiligten sich rund 14.500 Beschäftigte an den zum Teil ganztägigen Warnstreiks. In Düsseldorf, Köln und Bonn kam der öffentliche Personennahverkehr zum Erliegen. Gestreikt wurde auch in Stadtverwaltungen, Entsorgungsbetrieben, Kindertagesstätten, Krankenhäusern und Jobcentern. Neben Nordrhein-Westfalen waren weitere Streikschwerpunkte Bayern, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Hamburg.

Die Gewerkschaft ver.di fordert für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat erhöht werden. Zudem verlangt ver.di, Auszubildende nach einem erfolgreichen Abschluss verpflichtend zu übernehmen.

 

Auch der BR berichtete in seiner aktuellen Sendung für die Warnstreiks ins Ansbach:

https://www.br.de/mediathek/video/frankenschau-aktuell-die-sendung-vom-16-maerz-av:5a71a709e077ff0018813b3c

Gestreikt wurde auch in Erlangen:

http://erlangen.verdi.de/bg-stadt/tarifrunde-2018/++co++51efe244-28e9-11e8-b530-525400940f89

Warnstreik Bauhof Langenzenn ver.di Warnstreik Bauhof Langenzenn

Die Witterung machte es notwendig, dass die Kollegen am Bauhof Langenzenn trotz des angekündigten ganztägigen Warnstreiks zunächst den Winterdienst absolvierten. „Die Unverschämtheit der Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vorzulegen, soll schließlich nicht zu einer Gefährdung von Leib und Leben der Bürgerinnen und Bürger führen“, so Frank Bess, zuständiger ver.di Sekretär. „Wir hoffen, die Arbeitgeber vernehmen das Signal trotzdem.“