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ver.di: Alle städtischen Beschäftigten sollen Zulage bekommen

Kommunen

ver.di begrüßt Stadtratsinitiative zur Münchenzulage

ver.di begrüßt ausdrücklich die Initiative des Münchner Stadtrats zur Verdoppelung der München Zulage. Am 6. Juni wird im Verwaltung- und Personalausschuss des Münchner Stadtrat (VPA) ein Antrag des Personalreferenten beraten, wonach ab 01.01.2020 die Münchenzulage von heute 133,87 Euro auf 270 Euro monatlich verdoppelt werden soll. Die Beschäftigten in den höheren Einkommensgruppen sollen erstmals eine Münchenzulage in Höhe von 135 Euro erhalten. Darüber hinaus sollen alle städtischen Beschäftigten künftig ein Job-Ticket für den ÖPNV bekommen.

Vorausgegangen ist dem ein Antrag der SPD Stadtratsfraktion auf Verdoppelung der derzeitigen Münchenzulage. Nachgezogen haben dann die CSU mit einem Antrag auf Einführung eines Job-Tickets und die Grünen mit dem Antrag, dass auch die Beschäftigten in den höheren Entgeltgruppen eine Zulage erhalten sollen.

ver.di ist bereit, die entsprechenden Tarifverhandlungen zügig aufzunehmen. Dazu wird eine ver.di-Tarifkommission gebildet, die ihrerseits Forderungen für die Verhandlungen formulieren wird.

Gefahr droht aus ver.di-Sicht durch den Kommunalen Arbeitgeberverband Bayern (KAV), der  seine Zustimmung zu einem Tarifvertrag Münchenzulage geben muss. Bislang lehnt der KAV solche Zulagen für einzelne Kommunen ab.

Offen ist für ver.di auch, wie die städtischen Tochtergesellschaften mit dem Thema Münchenzulage umgehen. Dort ist die Lage sehr differenziert. Die Beschäftigten der München Klinik bekommen beispielsweise heute 85 Euro, während bei den Stadtwerken die Münchenzulage vor einigen Jahren in das Monatsgehalt eingebaut wurde. Allerdings nicht für die Neueingestellten. Die bekommen derzeit ebenso wenig eine Münchenzulage wie die Mitarbeiter der MVG.

In einer großen gemeinsamen Versammlung haben am Montag, 03.06.2019 die ver.di-Vertrauensleute der Stadt München und der Tochtergesellschaften einen einstimmigen Beschluss gefasst. ver.di fordert nun für alle städtischen Gesellschaften eine Zulage zum Ausgleich der hohen Lebenshaltungskosten.