Tarif- und Besoldungsrunde

Gewerkschafter bringen ver.di-Würfel ins Finanzministerium

Tarife/Länder

Aktionstag

Viele Kolleginnen und Kollegen haben am Aktions- und Streiktag in München ihrer Forderung nach deutlich mehr Geld Nachdruck verliehen. Sich tatkräftig an der Aktion eingebracht haben sich Michael Killer, Oliver Vogl, Harry Hofmann, Andreas Dürmeier und  Andreas Körner.

Das Wort "tatkräftig" hat hier noch eine besondere Bedeutung: Die Vertreter der Feuerwehr haben gemeinsam und abwechselnd den 1 Meter mal 1 Meter mal 1 Meter großen ver.di-Würfel die gesamte Strecke bis zur Kundgebung am Geschwister-Scholl-Platz getragen. Während der Kundgebung war der Würfel auf der Bühne für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer  an der Kundgebung vor dem Haupteingang der Ludwig-Maximilians-Universität zu sehen.

Michael Killer sprach zu den Kundgebungsteilnehmenden über die Erwartungen und die Forderungen. Im Anschluss an die Kundgebung ging eine Delegation, die unter anderen aus Frank Duschner, Beamten-Kollege der Stadtverwaltung München, und  zwei Kollegen von der Gewerkschaft der Polizei (GdP)  in Polizeibegleitung mit dem ver.di-Würfel bis zum Finanzministerium am Odeonsplatz.  Dort wurde der Würfel Ministerialdirigent  Alexander Voitl übergeben. 

Es lag nicht an der Höhe der Forderungen – aber der ver.di-Würfel hat nicht durch die Eingangstür des Finanzministeriums gepasst! Doch die Kolleginnen und Kollegen waren phantasievoll und fanden einen Weg, den ver.di-Würfel in der Eingangshalle zu platzieren. Der Würfel wird bis zum Abschluss der Tarif- und Besoldungsrunde im Finanzministerium verbleiben und dann wieder abgeholt werden. In dem über einstündigen Gespräch mit dem Ministerialdirigenten bekräftigte die Gewerkschaftsdelegation nicht nur die Forderungen für die Tarif- und Besoldungsrunde 2017, sondern nutzen auch die Gelegenheit, weitere Themen zur Sprache zu bringen.

Tarif- und Besoldungsrunde Bayern

Leider dieses Mal anders als sonst!

In dem bisherigen Verlauf der Tarifrunden lag nach der 2. Verhandlungsrunde immer ein Angebot vor. Dieses Mal nicht!!!

Deshalb rief ver.di zum Streik und zur Demonstration der Entschlossenheit auf. Diesem Aufruf folgten am 14. Februar etwa 2500 Beschäftigte sowie Beamtinnen und Beamte.

Nach der Kundgebung wurde noch ein Termin im Staatsministerium der Finanzen wahrgenommen, bei dem zusätzlich zur Besoldungsanpassung andere, aus Sicht der Landesfachgruppe Feuerwehr notwendige, Themen angesprochen wurden.

Wir sprachen über eine zeit- und inhaltgleiche Anpassung des Tarifergebnisses, eine Erhöhung der Zulage für besondere Berufsgruppen (Feuerwehrzulage) um 30 Euro, eine angemessene Erhöhung und Dynamisierung der Ballungsraumzulage für alle, eine Anpassung der bayerischen Arbeitszeitverordnung, eine Umsetzung des nur teilweise abschlagsfreien antragsfreien Ruhestands mit 60 Jahren, Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Öffentlichen Dienstes, der neu geschaffenen Erhöhung des DuZ, der Schaffung einer Leistungsprämie für Landestarifbeschäftigte, sowie die Möglichkeit einer Prämienzahlung im Sinne des Art. 99b BayBesG. Aus unserer Sicht war es wichtig, unsere Bedenken vorzutragen.

Nach diesem konstruktiven Gespräch wollen wir im detaillierten Austausch bleiben. Zu unseren Forderungen gibt es natürlich differenzierte Auffassungen.

Es wurde deutlich, dass wir uns für unsere Forderungen stark einsetzen müssen. Nur gemeinsam können wir unsere Ziele erreichen. Wollt ihr mitmachen?

Euer Michael Killer

Landesfachgruppenvorsitzender Feuerwehr Bayern.