Tarifrunde öD Länder 2019

Meilenweit vom Durchbruch entfernt

Tarife/Länder

Wenig Fortschritt

Tarifrunde TdL ver.di Tarifrunde TdL

Das Ergebnis der zweiten Verhandlungsrunde am 6./7. Februar 2019 in Potsdam in kurzer Zusammenfassung:

Die Ausgangslage ist unverändert. Auch weiterhin lehnen die Arbeitgeber unsere Forderungen als unfinanzierbar ab. Ver.di fordert ein verhandlungsfähiges Angebot, das Entgelterhöhungen einschließlich einer spürbaren sozialen Komponente umfasst.

Die Arbeitgeber lehnen auch  weiterhin strukturelle Verbesserungen bei der Eingruppierung grundsätzlich ab. Nur in den Bereichen, wo es ihnen schwer fällt Personal zu gewinnen, wollen sie etwas drauflegen. Allerdings beharren sie darauf, dass Änderungen in der Entgeltordnung kostenneutral sein müssen. Das kann aus ihrer Sicht nur bedeuten, dass bei Mehrkosten Lohnerhöhungen geringer ausfallen.

Die Arbeitgeber lehnen die Erhöhung der Pflegetabelle um 300 € ab. Damit stellen sie sich gegen den gesellschaftlichen Konsens, dass das Berufsfeld der Krankenpflege attraktiver werden muss. Auch die Politik hat endlich zu tarifliche Erhöhungen in  der Pflege vollständig refinanziert  werden. Trotzdem wollen die Länder diese Kosten auf den Lohnabschluss anrechnen.

Die Beschäftigten in den Landesverwaltungen, Unikliniken,  Straßenmeistereien, im Küstenschutz oder Sozial- und Erziehungsdienst, bei Gerichten  und im Justizvollzug, bei  IT, Datenschutz und in der Vermessungsverwaltung erbringen mit ihrer Arbeit täglich einen wichtigen Beitrag für einen funktionierenden öffentlichen Dienst der Länder und erwarten eine faire Bezahlung.